„Die Gail“ war einer der ersten regionalen Doku-Filme des Ehepaar Zebedin aus Villach mit Gailtaler Wurzeln. Nun waren sie in Mittelkärnten unterwegs: Im Bleistätter Moor. Ihren mittlerweile dritten Doku-Film präsentieren die beiden am 12. April in der VMA Lesachtal.
Im Osten des Ossiacher Sees liegt das Bleistätter Moor, ein Gebiet mit einer interessanten Geschichte. Vor knapp zehn Jahren wurde die landwirtschaftlich genutzte Fläche in eine Europaschutzgebiet umgewandelt und ist nun Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere, aber auch ein beliebtes Naherholungsgebiet und Eldorado für Biologen, Ornithologen und Naturfreunde. Insgesamt zwei Jahre lang war das Ehepaar Zebedin mit Fotoapparat, Filmkamera und Filmdrohne unterwegs. Das Ergebnis ist eine 90-minütige Natur-Doku, eigenfinanziert, aber mit großer Anteilnahme der dortigen Einwohner, die bereits in Villach ihre Premiere feierte. Es ist den Zebedins ein Herzensanliegen, dass der Film – genau wie ihr erster Film über die Gail – auch in Oberkärnten, im Lesachtal gezeigt wird. „Unser Film soll eben im Oberland zeigen, wie es in Mittelkärnten aussieht“, sagt Kurt Zebedin. Diesen Sonntag, 12. April, um 18 Uhr laden sie deshalb in die Volksmusikakademie Lesachtal (Eintritt: freiwillige Spende).
Staunen und Ehrfurcht vor der Natur
Der Film zeigt die Einzigartigkeit dieses Biotops „um die Ecke“. „Wenn man zum ersten Mal mit einem Fernglas einem Graureiher, einem Kuhreier, einem Purpurreiher oder einer Zwergdommel in die Augen sieht, öffnet sich eine neue Welt“, bestätigen die Zebedins. Die Natur versetzte immer wieder ins Staunen und dieses Staunen und die Ehrfurcht vor dem Leben gilt es zu schärfen. Nach dem Portrait über „Die Gail“ und den Blumenberg „Mussen“ hoch über Kötschach-Mauthen, ist dies der dritte Film des Ehepaars. Ihre Entdeckungsreise mit der Kamera geht weiter: Bereits jetzt planen sie an einer neuen Dokumentation – diesmal unterstützt von der Naturschutzabteilung des Landes – über das Europaschutzgebiet „Obere Drau“ von Feistritz bis zu ihrem Ursprung im Toblacher Feld. Besonderes Augenmerk wollen die Zebedins auf die Renaturierungen legen, die im Oberen Drautal durchgeführt wurden.