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20. Juli 2026

Keine Naturverträglich­keit für Kalserbach-Kraftwerk

Das Landesverwaltungsgericht hat Beschwerde der Gemeinde Kals abgewiesen und bestätigt naturschutzrechtliche Absage des Landes. WWF fordert Projektstopp.

Der Kalserbach. Foto: WWF/Marianne Götsch

Das geplante Kraftwerk Haslach am Kalserbach bekommt keine Naturverträglichkeit zugesprochen, das bestätigt das Tiroler Landesverwaltungsgericht in einer aktuellen Entscheidung, und bestätigt damit die Absage des Landes Tirol für das Projekt. Nach einem positiven Wasserrechtsbescheid, folgte im Jahr 2024 ein negativer Bescheid zur Naturverträglichkeit seitens des Landes.

Schwerwiegende Beeinträchtigungen

Errichtung und Betrieb des Kraftwerks würden zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen der Deutschen Tamariske im Natura 2000 Gebiet Isel führen, heißt es nun auch in der Begründung des Landesverwaltungsgerichts. Eine Beschwerde der Gemeinde Kals wurde damit abgewiesen.

Das geplante Kraftwerk mit einer Jahreserzeugung von 36,5 Gigawattstunden würde 1,3 Prozent zu den Tiroler Ausbauzielen für Wasserkraft beitragen. Trotz dieser Bedeutung zur Erzeugung erneuerbarer Energie, könne keine Naturverträglichkeit festgestellt werden, heißt es im Entscheid des Landesgerichtshofes.

WWF fordert Projektstopp

Der WWF fordert nun einen klaren Schlussstrich und den sofortigen Projektstopp am Kalserbach.

Große Enttäuschung in Gemeinde Kals

Wir sind sehr enttäuscht“, sagt die Kalser Bürgermeisterin Erika Rogl auf Nachfrage von Radio Osttirol, „die Entscheidung bedeutet, dass das Kraftwerk so nicht gebaut werden kann“. Die Gemeinde Kals verfolgt das Kraftwerksprojekt Haslach seit 17 Jahren, es sei ein gutes Projekt, das auch außerhalb der Natura-2000-Strecke liegt, betont Rogl. Kals leiste als Nationalparkgemeinde ohnehin einen großen Beitrag zum Naturschutz. Der Gerichtsentscheid soll nun analysiert werden, in der Gemeinde gebe es noch keine Entscheidung, wie es weitergehen soll.

 

Kommentare

Keine Kommentare
  • Schöne Welt, böse Leut
    Das wird die E-Wirtschaft nicht hindern nach Wegen zu suchen, das Projekt doch noch durchzuziehen. Irgendwie werden sie es schon schaffen. Die viel E-Autos brauchen Strom.
    Spätestens in 10 Jahren, wenn nur noch E-Autos in den Handel kommen, werden auch die letzten Täler mit Staumauern und Kraftwerken zubetoniert. Und überall dort wo Wind weht, vorzugsweise auf den Bergen, werden Windräder wie Sonnenblumen in die Höhe schießen. Die Urlauber werden sich bei uns wie zu Hause fühlen und dann auch zu Hause bleiben.
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