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16. Januar 2026

Wie steht es um das Lienzer Krankenhaus?

Der Gemeindeverband BKH Lienz richtete ein brisantes Schreiben an die Tiroler Landesregierung. Der Grund? Die „prekäre wirtschaftliche Situation“. Eine Eingliederung in die Tirol Kliniken ist nicht mehr ausgeschlossen. 

Lienz ist nicht das einzige Krankenhaus in Tirol, das finanziell ausblutet. Foto: Michael Egger
  1. Warum ist die Situation am BKH Lienz akut?
    Am 12. Dezember 2025 richtete die Geschäftsstelle des Gemeindeverbandes BKH Lienz ein brisantes Schreiben an Landeshauptmann Anton Mattle, seinen Stellvertreter Philip Wohlgemuth und die zuständige Landesrätin Cornelia Hagele. In der Vorwoche zitierte die Tiroler Tageszeitung aus dem Schreiben – und thematisierte es größer.
  1. Was steht in dem Brief?
    Mittlerweile liegt das Dokument auch der Redaktion des „Osttiroler Boten“ vor. Es heißt wortwörtlich: „Alle 33 Gemeinden des Bezirkes Lienz sehen sich aufgrund der täglich zunehmenden prekären wirtschaftlichen Situation gezwungen, sich mit nachfolgender Forderung an das Land Tirol zu wenden. Insbesondere im Gesundheits- und Krankenanstaltenfinanzierungsbereich sind die Herausforderungen durch das nach wie vor völlig ungerechte Tiroler Spitäler-Finanzierungssystem nicht mehr zu schaffen.“
  1. Was wird konkret kritisiert? 
    Die Osttiroler zeigen in dem Schreiben unter anderem auf, dass die Bezirke Landeck und Imst durch das Ordensspital Zams einen Vorteil hätten. Den Abgang dort übernimmt zum größten Teil das Land, die Gemeinden haben nur 400.000 Euro zu stemmen. Im Bezirk Lienz liegt die Restumlage 2,9 Millionen Euro.
  1. Was unterscheidet Lienz von anderen Häusern in Tirol?
    Die Entfernung zu Schwerpunktkliniken: das Lienzer Spital ist jenes Haus in Österreich, das am weitesten entfernt von allen österreichischen Schwerpunktkliniken liegt.
  1. Welche Herausforderungen kommen noch dazu?
    Der Gastpatientenanteil ist – aufgrund dem Oberkärntner Einzugsgebiet – besonders hoch. Nur in der Uniklinik Innsbruck ist dieser Anteil höher.

Alle 17 Fragen und Antworten lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe. 

 

Kommentare

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  • Pawluscha
    - Inflation so hoch wie noch nie
    - Staatsschulden so hoch wie noch nie,
    - Staatsausgaben so hoch wie noch nie,
    - Teuerungswelle so hoch wie noch nie,
    - Krankenhäuser stehen vor der Pleite, ganze Sozialsysteme stehen vor dem Bankrott,
    - UND DAS ALLES BEI STEUEREINNAHMEN SO HOCH WIE NOCH NIE!

    Wie soll man das alles einem braven Väterchen erklären, das 45 Jahre hart gearbeitet und Steuern gezahlt hat, zusammen mit seinem braven Weibchen 4 Kinderchen großgezogen und zu guten Steuerzahlern erzogen hat, und nun geduldig auf der warmen Ofenbank auf sein irdisches Ende wartet?

    Freunde, es ist was faul im Staate Österreich!
    +79
    -0
  • Des Kaisers neue Mutwilligen
    Nicht jammern, Lienz steht im Vergleich zu den Landeshauptstädten (ganz arg ist es in Wien, Graz und Linz) noch gut da. Österreich hat seit 2015 rund 480.000 neue Facharbeiterinnen u Facharbeiter bekommen, die sich alle mutig und besten integriert haben, mutig Steuern zahlen, mutig mithelfen unser Gesundheitssystem zu finanzieren und auch sonst überall mutig gute Arbeit leisten, für Gott, Kaiser und Vaterland.

    Sie alle - also wir alle zusammen - werden mithelfen, unser österreichweit kränkliches Gesundheitssystem wieder mutig aus der „prekären wirtschaftlichen Situation“ herauszuziehen.
    Unser ehrenwerte Bundespräsident würde sagen: »Wir dürfen den Mut nicht verlieren«
    Unser ehrenwerte Kanzler »Dürfen nicht den Mut verlieren!«
    Und Angela M.: »Wir schaffen das!« -----> »Wir dürfen (nur nicht) den Mut nicht verlieren« !!
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    • o.o
      ich glaube du lebst auf dem Mond!
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      • Des Kaisers neue Mutwilligen
        @o.o,
        die Hilflosigkeit und Inkompetenz unserer Regierung, die einerseits Geld ohne Gegenleistung großzügig verschenkt und andererseits ohne neue Schulden und neue Steuern handlungsunfähig wäre, lassen Wünsche wachsen, die man besser für sich behält. Es muss nicht gleich der Mond sein...
        +16
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