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09. August 2026

War da ein Bär beim Zelt?

Logbuch aus der Luft – Folge 7:

1.11 Uhr nachts. Anja und Daniel schrecken hoch: vor dem Zelt schwere Schritte,
tiefes Brummen – und ein unangenehmer Geruch. Die beiden rühren sich nicht. „Wir
waren wie erstarrt“, schildert Anja. Rund fünf Minuten dauert der nächtliche Besuch,
gefühlt eine Ewigkeit. Erst als das Tier weitergezogen ist, flüchten sie ins Refugio
und verbringen den Rest der Nacht auf einem Lattenrost. Gesehen haben sie nichts.
Geräusche, Gangart und die bekannte Bärenpopulation lassen vermuten: Das war
ein Braunbär.


Viel Schlaf gab es danach nicht, einen Ruhetag aber ebenfalls nicht. Weiter ging es
auf den Ezkaurre. Nach fast 1000 Höhenmetern wartete wieder ein Flug. Die Geier
zeigten die Thermik, Wind machte das Fliegen aber schwierig. Dennoch gelang ein
Talsprung, am nächsten Berg fehlte der Anschluss. Also landen, einpacken – und
weitere 400 Höhenmeter hinauf.


Auch der zweite Start musste verdient werden: Nach einem Patzer waren die Leinen
durcheinander, eine Stunde lang hieß es entwirren. Am Abend war das Tandem
wieder in der Luft und schaffte es bis zum Campingplatz vor Hecho, wo sie „dank
eines Schutzengels“ gut landeten. Geschlafen wird diesmal am Campingplatz –
hoffentlich ohne nächtlichen Besuch.

04.08.2026: Etappe 6