In diesen Tagen werden tausende Weidetiere auf die Osttiroler Almen gebracht. Wassermangel, Wolf und Wanderwege sind ein Thema.
Die Almsaison läuft an, doch die Vorfreude auf die Sommerfrische für das Vieh ist nicht ungetrübt. Auch in Osttirol ist der Wassermangel auf den Almen ein Thema. Die Regenfälle diese Woche waren dringend notwendig und auch hilfreich, heißt es aus der Landwirtschaftskammer. Bis alle Quellen wieder ausreichend Wasser abgeben und sich der trockene Boden erholt, dauert es aber noch. Tausende Weidetiere, von Rindern über Pferde bis zu Schafen und Ziegen werden in den kommenden Tagen auf die Alm übersiedeln.
Großer Druck durch den Wolf
Auch der Druck durch den Wolf wächst. Es werden zwar mehr Almtiere besendert, um Irritationen rascher zu bemerken, teilweise werden auch Nachtpferche und Einzäunungen errichtet, trotzdem werde man Risse nicht verhindern können. Der Wolf sei schneller und man könne immer erst hinterher reagieren, heißt es. Zuletzt gab es diese Woche Risse in Tristach, Leisach und Schlaiten.
Das Land Tirol appelliert an die Bevölkerung, Sichtungen von Großraubtieren möglichst rasch über das Sichtungsformular auf der Webseite des Landes Tirol oder an die Bezirkshauptmannschaft zu melden.
Respekt und Rücksicht für Weidevieh
Rund 500 Almen gibt es in Osttirol, die mit Weidevieh bewirtschaftet werden. Land Tirol und Landwirtschaftskammer appellieren jeden Sommer neuerlich an Wanderer und Spaziergängerinnen, sich beim Queren von Alm- und Weideflächen achtsam und vorsichtig zu verhalten. Hier geht’s zum InfoVideo des Landes Tirol
10 Verhaltenstipps für den sicheren Umgang mit Weidetiere (Quelle Land Tirol)
Alle Verhaltensregeln finden sich unter: www.sichere-almen.at
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