Das Video eines polnischen Bergsteigers dokumentiert, wie ein Bergführer auf dem Mürztaler Steig ausrastet. Der Verband der österreichischen Bergführer fordert „einen respektvollen Umgang".
Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme ist wohl die wichtigste Tugend im alpinen Gelände. Am 22. August erlebten ein polnischer Bergsteiger und seine Frau auf dem Mürztaler Steig das genaue Gegenteil. Der Bergsteiger war in Richtung Erzherzog-Johann-Hütte unterwegs. Er berichtet: „An einer Stelle des Klettersteigs wartete ich bewusst, um meiner Frau etwas mehr Abstand zu geben. Trotzdem drängte sich der Bergführer plötzlich zwischen uns." Die Situation eskalierte schließlich – zuerst verbal. Der Bergführer rief dem Polen zu: „Halt dein Maul, sonst komm i rauf und gib dir eine!"
„Die Berge sind für alle da"
Und er kam wirklich rauf – und wurde im hochalpinen Gelände sogar handgreiflich. Der Pole hielt die Situation per Video fest. Und beschreibt die Situation auf Instagram so: „Bergführer sollten für andere Menschen am Berg eine Vorbildfunktion haben. Arrogantes, aggressives und unüberlegtes Verhalten ist genau das Gegenteil von dem, was man von jemandem in einem derart verantwortungsvollen Beruf erwarten würde. Die Berge sind für alle da – unabhängig von Erfahrung, Können oder Tempo. Gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme sollten immer an erster Stelle stehen."
Der Osttiroler Bote konfrontierte den Verband der Österreichischen Berg- und Skiführer mit dem Zwischenfall. Präsident Walter Zörer reagierte unmittelbar mit einem Statement: „Eine Bewertung von Filmausschnitten in einem Social-Media-Posting ist immer schwierig. Uns sind die genauen Fakten und Begleitumstände des Vorfalles am 22. August nicht bekannt. Auf den Anstiegen zum Großglockner beziehungsweise wie hier am Mürztaler Steig kommt es immer wieder zu Gegenverkehr und Überholmanövern. Diese sollten jedoch immer in gegenseitiger Abstimmung und unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsstandards stattfinden. Ein respektvoller Umgang unter Bergsteigern ist für uns Berg- und Skiführer selbstverständlich."
„Wir distanzieren uns"
Und Zörer verurteilt das Verhalten des Bergführers: „Die in diesem Instagram Posting ersichtlichen Szenen entsprechen nicht dem Verhalten, welches wir von unseren Mitgliedern erwarten. Dass eine schnellere Seilschaft andere Bergsteiger überholt, ist gelebte Praxis. Wir distanzieren uns allerdings klar von einem solchen Auftreten des Bergführers wie im Video gezeigt und der Art und Weise, wie der Bergführer hier kommuniziert."
Die österreichischen Berg- und Skiführer würden für ein weitreichendes Risikomanagement sorgen und seien ein wichtiger Eckpfeiler des alpinen Tourismus. Zörer: „Speziell am Großglockner sorgen die heimischen Bergführer durch ständige Felsräumungs- und Wartungsarbeiten für mehr Sicherheit am Berg."
Statement aus Kals a. G.
Mittlerweile äußerten sich auch die Kalser Bergführer zum Thema. In einem Facebook-Post schreiben sie: Der betreffende Bergführer ist kein Mitglied unseres Vereins. Dennoch übernehmen wir Verantwortung dafür, dass die Tour über unser Bergführerbüro vermittelt wurde. Wir distanzieren uns ausdrücklich von dem gezeigten Verhalten und bitten alle Betroffenen aufrichtig um Entschuldigung. Der betreffende Bergführer wurde von der weiteren Vermittlung ausgeschlossen. Sicherheit, Verantwortung und ein respektvoller Umgang am Berg stehen für uns an erster Stelle. Ein solches Verhalten dulden wir nicht. Wir prüfen den Vorgang weiter und leiten die erforderlichen Schritte ein."
Ich bin also was Rangeleien betrifft vorbelastet und verzichte daher auf einen sachbezogenen und überparteilichen Kommentar zum Thema "Bergführer ... Polizei ermittelt ... und alle sind ganz schrecklich aufgebracht"
Wenn der Osttiroler Bote wieder von Wölfen berichtet, die schonungslos erschossen werden sollen, dann melde ich mich wieder.
Bis dahin
LG aus der Sillianer Schattseite
Wie derzeit ein Mensch medial geradezu lustvoll umgebracht und um seinen Broterwerb gebracht wird, weil er sich gegenüber anderen Menschen unangebracht verhalten hat, ist schon etwas auffällig.
Gerade vorbildlich haben sich die armen Betroffenen (sie haben übrigens alle ohne Schaden an Leib und Seele den Vorfall überlebt) auch nicht benommen, soweit ich das aus 32 km Entfernung hoch droben auf meiner Sillianer Schattseite beurteilen kann.
Deeskalieren wäre angesagt gewesen! Jawohl, deeskalieren statt den Wortwechsel aufzunehmen!
Drunten im Talboden in der warmen Stube, dort wo über Moral und Tugend gewacht und geurteilt wird, ist das NICHT GEHÖRT ZU WERDEN das Schlimmste was einem Guten widerfahren kann. Nicht zuhören kann jedes trotzige Kind, aber nicht gehört werden ...
Ihr Moralhüter und Tugendwächter, wir haben Euer lautes Urteil gehört! Hurra der Böse ist tot! Ihr habt ihn getötet! Lasst es dabei bleiben!
PS: 2 Flaschen Rotwein "Alter Knabe" sind derzeit zum Preis von einer Flasche zu haben (Aber nur solange bis ich sie morgen alle gekauft habe)
Soll jetzt jeder warten, bis sie den Abstieg überwunden hat? Da muss man auch mal andere vorbeilassen!
Und gleichzeitig lese ich aktuell in der Onlinezeitung exxpress:
"Eine zehnköpfige islamische Buberlbande treibt aktuell in Ebreichsdorf ihr Unwesen. Die Anzeigen gehen von Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung bis hin zu sexueller Belästigung oder Bedrohung mit einem Messer.
Weiter: "Polizei nimmt die Straftaten durchaus ernst."
Und ganz aktuell: Ein 16-jähriger Iraker (einer von der Buberlbande) bereits vorbestraft, wird wieder straffällig, läuft aber immer noch frei herum.
Der Osttiroler Bote wird uns vom Strafverfahren und der Verhaftung des Bergführers berichten, wenn es so weit ist. Er bekommt sicher nur einen elektronisch überwachten Hausarrest, weil Ersttäter. Oder die Zeitungen haben schlecht recherchiert, und der Bergführer wurde schon einmal ähnlich auffällig.
Erfreulich, dass die Polizei auch die Worte des Bergführers durchaus ernst nimmt.
Noch schnell ein PS:
Was hat der Bergführer eigentlich ganz genau gesagt oder getan, dass es zur Anzeige und zu diesem riesigen Medienspektakel kam?
Ich hätte dem Clown gleich eine gedrückt.
Bestimmte Charaktere sind für solche Berufe eben eher ungeeignet und gehören aussortiert. Als Reisebusfahrer, die auch gelegentlich vorsichtig bittend gegen Vorfahrtsrechte verstoßen müssen, um durchzukommen, wäre er genauso ungeeignet.
Wenn man vorbeigehen will, kann man das sicher eleganter lösen.
Mit dem Streiten angefangen hat nämlich der polnische Insta-Tourist - "Bist du verruckt ..."
Der Bergführer ist mit seinen Gästen an dieser offensichtlich einfachen Stelle an den beiden Touristen, die offensichtlich am Stahlseil guten Stand hatten, vorbeigegangen und musste sich danach von dem Polen auch Einiges Anhören und Ansehen (Fuck off, Idiot, gestreckter MIttelfinger, etc.). Der hat mit seiner Helmkamera am Kopf also auch ganz schön Öl ins Feuer gegossen. In Anbetracht der vielen überforderten Bergsteiger (wie zumindest auch die Frau in diesem Fall) am Glockner, kann es daher schon vorkommen, dass es da mal einem sprichwörtlich die Sicherung raushaut.
Offensichtlich wisst Ihr, wie es zu dieser Stresssituation dort oben am Berg kam die zu den überdeutlichen Worten des Bergführers führten. Ich hätte gerne auch die Gegenseite gehört.
Unverschämtheit was da abgeht.