Dr. Gabriele Morgenstern lebten zwei Jahrzehnte in Osttirol – und zieht nun in den Norden. Am Hauplatz hatte sie eine Neurologie-Praxis. Nun wagt sie einen neuen Lebensabschnitt – in Bodø.
„Ich habe nie Heimweh“, sagt Dr. Gabriele Morgenstern. Sie ist Fachärztin für Neurologie, arbeitete lange Zeit am Bezirkskrankenhaus in Lienz und hatte in den vergangenen Jahren am Hauptplatz eine eigene Ordination. Heimweh kennt die Medizinerin aus einem einfachen Grund nicht. Sie sagt, dass sie immer dort zuhause ist, wo sie gerade lebt. Und in den vergangenen Jahren war das Osttirol. Morgenstern ist gebürtige Deutsche. Sie wurde in Sachsen geboren, lebte später in Berlin-Brandenburg und studierte an der Charité in Berlin.
Der Weg nach Lienz
Doch wie kommt man von Berlin nach Lienz? Die Arbeitszeit in Deutschland nahm für Morgenstern damals ein Ausmaß an, dass mit Familie nicht mehr vereinbar war. „Arbeit open end“, erinnert sie sich zurück. Der Umzug 2007 war für sie und ihre Familie jedoch alles andere als einfach: „Man spricht zwar die gleiche Sprache – aber irgendwie auch nicht. Und auch die Mentalität ist eine andere.“ Doch es dauerte nicht lange, bis Morgenstern zur Osttirolerin – und zur Oberärztin im Spital wurde. Im November 2012 orientiere sie sich neu – und gründete eine Wahlarztordination. Ab 2013 arbeitete sie zudem in der Gailtalklinik in Teilzeit. „Weil ich den Austausch und die Zusammenarbeit mit Kollegen brauche“, so Morgenstern.
Die Ordination in Osttirol funktionierte. Morgenstern sagt: „Ich habe meinen Platz gefunden – und die Patienten haben mich auch gefunden.“ Dass sie sich „Auswärtige“ in Osttirol schnell heimisch fühlte, liegt auch an den Begegnungen. Diese seien „herzlich und entgegenkommend“ gewesen. Dazu kam, dass sie hier Skifahren lernte – und die Berge lieben lernte. Besonders in der Gegend im Hinteren Iseltal fühlte sie sich wohl.
Sofort verliebt
Und doch kam der Punkt, an dem die Ärztin neu orientieren wollte – und sich auch auf die Suche nach einem neuen Zuhause machte. Vor rund drei Jahren löste die Trennung diese Sehnsucht aus. „Ich wollte mich neu orientieren.“ Es folgte eine Zeit, in der sie neue Orte entdeckte – unter anderem auch Tansania. Und im August des Vorjahres reiste Gabriele Morgenstern dann zum ersten Mal nach Norwegen. Sie erinnert sich: „Ich habe mich sofort in Land und Leute verliebt.“
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