Seit 22. Mai ist der Plöckenpass wieder befahrbar. Eine bilaterale Arbeitsgruppe in Kärnten und Friaul-Julisch-Venetien arbeitet an langfristiger Lösung.
Nach dem Felssturz im Dezember 2023 auf italienischer Seite war der Plöckenpass über ein Jahr lang gesperrt. Es folgten kurze Öffnungsphasen und immer wieder lange Sperrzeiten aufgrund der notwendigen Sicherungs- und Sanierungsarbeiten durch den italienischen Straßenerhalter ANAS.
Am Freitag, 22. Mai wurde der Plöckenpass offiziell wieder für den Verkehr freigegeben. Auf italienischer Seite gilt voraussichtlich noch bis Ende Juni teilweise eine einspurige Verkehrsführung mit Ampelregelung, sowie ein LKW-Fahrverbot.
Bei der Freigabe sind der Kärntner Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber und die zuständige Verkehrslandesrätin von Friaul-Julisch-Venetien Cristina Amirante am Plöckenpass zusammengetroffen.
Einsatz für langfristige Lösung
Gruber sprach von einem erfreulichen Etappenziel, es brauche jetzt aber eine langfristige und nachhaltige Lösung. Daran arbeitet eine bilaterale Arbeitsgruppe auf Kärntner und italienischer Seite. Geprüft werden sowohl ein Scheiteltunnel als auch eine Alternativ-Trasse. Die Baukosten werden für eine Alternativtrasse auf 150 Millionen Euro geschätzt, für einen Scheiteltunnel auf 530 Millionen Euro. Ohne Mitfinanzierung durch die nationalen Regierungen in Österreich und Italien, sowie durch die EU, sei das nicht möglich, betont Gruber. Endgültige Ergebnisse zu den beiden Varianten liegen noch nicht vor. Die Entscheidungen werden dann nicht in Klagenfurt und Triest getroffen, sondern in Wien und Rom, hält Gruber fest.